Praxisbeispiele
Coop
Mit der Gründung des Labels Naturaline im Jahr 1995 hat sich Coop als Pionierin für Textilien aus qualitativ hoch stehender, schadstofffreier und fair gehandelter Bio-Baumwolle etabliert.
Heute ist Coop weltweit grösste Vermarkterin auf diesem Gebiet. Auf den Feldern unserer Partnerbetriebe gibt es keine Gentechnologie, es kommen ausschliesslich natürliche Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel zum Einsatz, Flüsse und Grundwasser bleiben sauber, und zudem ist jegliche Kinderarbeit verboten.
Gleichzeitig hält sich Coop an das Prinzip des fairen Handels. Ein um 15 Prozent höherer Verkaufspreis und eine mehrjährige Abnahmegarantie sichern den Kleinbauern ihre Existenz. Darüber hinaus erhalten die Produzenten Gelegenheit zur Weiterbildung in speziell dafür errichteten Zentren sowie finanzielle Unterstützung bei der Realisation von Gemeinschaftsprojekten wie Biogas- und Kompostanlagen oder mobiler Arztpraxen. Die Bio- und Fair-Richtlinien für Coop Naturaline gelten für die ganze Verarbeitungskette und werden von unabhängigen Stellen kontrolliert. Bis 2012 hat sich Coop das Ziel gesetzt, sämtliche Naturaline-Textilien CO2-neutral zu produzieren.
Film Coop Naturaline
Switcher
Switcher ist Pionier für Baumwolle aus fairem Handel. Das Unternehmen setzt auf eine verantwortungsbewusste Geschäftsführung sowie einen fairen Umgang mit den Vertriebspartnern.
Eine eigene Ethik-Charta verpflichtet Switcher, gerechte Preise für die Baumwolle zu zahlen und korrekte Arbeitsbedingungen zu garantieren. Switcher ist zudem Mitglied der Fair Wear Foundation, die sich ebenfalls für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie einsetzt – sowohl beim Anbau als auch bei der Verarbeitung. Einzelne Artikel sind mit dem Max Havelaar-Label ausgezeichnet.
Darüber hinaus engagiert sich Switcher für mehr Ökologie beim Baumwollanbau. So hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, den Wasserverbrauch auf den Baumwollfeldern zu senken und alternative Energien zu fördern. Seit 2003 bietet Switcher entsprechend auch Kleidung aus zertifizierter Bio-Baumwolle an.
In Indien, China und verschiedenen afrikanischen Ländern unterstützt Switcher zahlreiche soziale Projekte, darunter Kindergärten, mobile Schulen sowie eine kostenlose Gesundheitsvorsorge und Trinkwasserverteilung.
Max Havelaar
Das bekannte Max Havelaar-Label für fairen Handel gibt es für 14 verschiedene Produktkategorien, seit 2005 auch für Baumwolltextilien und Watteprodukte.

Frauen aus Bhutkiya holen Wasser
am Regenwasserteich
Zusätzlich zum fairen Preis bekommen die Produzenten eine Fair-Trade-Prämie, über deren Verwendung sie selbst entscheiden. Die Gelder fliessen unter anderem in Bildungs- oder Infrastrukturprojekte und kommen damit der breiten Bevölkerung zugute. Beispiel dafür ist der kleine Weiler Bhutkiya im indischen Gliedstaat Gujarat. In dieser trockenen Region ist Wasser ein kostbares Gut. Dank eines neuen Bewässerungssystems, das mit Hilfe von Prämiengeldern finanziert wurde, brauchen die Baumwollfelder viel weniger Wasser. Ein vergrösserter Regenwasserteich bietet heute sauberes Trinkwasser für rund 300 Menschen.






