5 gute Gründe für Biobaumwolle.
1. Biobaumwolle ist gesünder für Mensch und Natur.2. Biobaumwolle hält das Trinkwasser sauber.
3. Biobaumwolle schützt den Ackerboden.
4. Biobaumwolle verzichtet auf Gentechnologie.
5. Biobaumwolle verbessert das Einkommen der Bauern.
1. Biobaumwolle ist gesünder für Mensch und Natur.
Beim herkömmlichen Baumwollanbau kommen sehr grosse Mengen an Gift zum Einsatz: Obwohl Baumwolle nur auf 2,5 Prozent der weltweiten Ackerflächen wächst, werden hier 16 Prozent aller Insektizide und Pestizide gespritzt. Gemäss Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind in den Entwicklungsländern heute eine halbe Milliarde Menschen diesen teils äusserst gefährlichen Giften ausgesetzt. Jedes Jahr erkranken etwa drei Millionen; für Tausende endet der Kontakt mit den Spritzmitteln sogar tödlich.
Auf den Biobaumwollfeldern werden Schädlinge mit natürlichen Pflanzenextrakten bekämpft. So bleiben nicht nur Arbeiterinnen und Arbeiter gesund, auch die Vögel und Marienkäfer als natürliche Feinde überleben und können so dazu beitragen, die Schädlinge ohne Gift zu dezimieren. Fazit: Biobaumwolle kommt gänzlich ohne umweltschädliche Spritzmittel aus, was wiederum Mensch und Natur zugute kommt.
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2. Biobaumwolle hält das Trinkwasser sauber.
Um ein Kilogramm herkömmlich angebaute Baumwollfasern ernten zu können, werden bis zu 30 000 Liter Wasser auf die Felder gepumpt. Dabei geraten grosse Mengen an Giftstoffen und Kunstdünger in Flüsse und Grundwasser. Diese Verschmutzung birgt eine erhebliche Gefahr für Mensch und Umwelt. Zudem entsteht an der Erdoberfläche eine Kruste aus den Resten dieser Chemikalien, was zur gänzlichen Unfruchtbarkeit der Böden führen kann.
Beim Anbau von Bio-Baumwolle wird häufig auf die innovative Tröpfchenmethode gesetzt, bei der das Wasser nicht grossflächig auf der Erdoberfläche ausgebracht, sondern direkt – und somit ohne Verdunstung – zu den Pflanzenwurzeln gepumpt wird. So bleibt die Fruchtbarkeit der Böden erhalten und das Trinkwasser sauber.
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3. Biobaumwolle schützt den Ackerboden.
Um im konventionellen Baumwollanbau jedes Jahr hohe Erträge zu erzielen, wird der Boden künstlich zu kurzfristiger Maximalleistung gezwungen. Der eingesetzte Dünger laugt den Boden so sehr aus, dass er seine Ertragskraft verliert.
Biologisch angebaute Baumwolle wird hingegen mit natürlichem Mist und Kompost gedüngt. Ausserdem wird die Baumwolle abwechselnd mit anderen Feldfrüchten gepflanzt. So wird der Boden geschont und die Erträge bleiben langfristig erhalten.
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4. Biobaumwolle verzichtet auf Gentechnologie.
Gentechnologisch veränderte Baumwolle soll höhere Erträge liefern – eine Behauptung, die sich häufig als Bumerang erweist. Einerseits bleibt die angebliche Resistenz gegen bestimmte Schädlinge unter den Erwartungen, was die prognostizierte Ertragssteigerung zunichte macht. Andererseits verlangen die Hersteller der genmanipulierten Baumwolle, dass die Bauern das Saatgut Jahr für Jahr neu bei ihnen kaufen. Dadurch entstehen neue Abhängigkeiten, die letztlich nicht nur zum finanziellen Ruin, sondern – wie in Indien – zu Selbstmordwellen unter den betroffenen Bauern führen: Die völlige Hoffnungslosigkeit veranlasst sie dazu, ihrem Leben ein Ende zu setzen.
Bereits über 50 Prozent der weltweit angepflanzten Baumwolle stammen heute aus gentechnisch verändertem Saatgut. Die Folgen dieser Eingriffe in das pflanzliche Erbgut sind für Natur und Mensch unabsehbar. Deshalb ist die umstrittene Technik im biologischen Baumwollanbau verboten.
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5. Biobaumwolle verbessert das Einkommen der Bauern.
Die grossen Baumwollproduzenten USA, China und Türkei subventionieren ihre einheimische Produktion stark. Dadurch sind Baumwollbauern in armen Ländern mit herkömmlicher Anbauweise benachteiligt und werden vom Weltmarkt verdrängt.
Im biologischen Anbau sind die Produktionskosten tief und die Erträge stabiler. Damit reduziert sich die finanzielle Verwundbarkeit der Bauern, sie werden nicht von Kreditgebern abhängig. Zusätzlich lassen sich für die schadstofffreie Qualität bessere Preise sowie Prämien für die ökologische Güte erzielen. Einst ein Nischenprodukt, nimmt die Herstellung von biologischer Baumwolle heute rasant zu. Die produzierte Menge steigt jedes Jahr um rund 35 Prozent – eine positive Entwicklung, die wir weiter vorantreiben möchten.
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